„Alle Abflüsse führen ins Meer“, sagt Gill in Findet Nemo, dem beliebten Pixar-Animationsfilm von 2003. Obwohl seine Worte so nicht wahr sind, erinnern sie uns daran, dass Dinge, die das Meer zum Besseren oder Schlechteren verändern, überall ihren Anfang haben können. Schadstoffe und Kunststoffe, die hunderte Kilometer landeinwärts willkürlich entsorgt werden, finden durch den Wasserkreislauf ihren Weg ins Meer und richten auf ihrem Weg dorthin Schaden an. Aber jede Gemeinde, die irgendwo auf erneuerbare Energien umstellt, macht dafür einen Schritt weg von der Erwärmung und Versauerung der Meere.

Das bedeutet, dass wir, egal wo wir sind, immer am richtigen Ort sind und PADI Fackelträger sein können, die sich dafür engagieren, dass das Gleichgewicht zwischen den Meeren und der Menschheit wiederhergestellt wird. Auch wenn die Pandemie die Möglichkeiten vieler von uns gerade reduziert, und wir nur eingeschränkt dorthin gehen können, wo wir möchten, können wir doch genau da etwas tun, wo wir gerade sind.

Erstens: Egal, wo du gerade bist, gehe bitte tauchen, wenn du kannst! Da Tourismus und andere Wassersportarten vorübergehend nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sind, gibt es momentan keine reisenden, umweltbewussten Taucher, die sonst –als primäre menschliche Ressource– lokale Initiativen beim Pflanzen von Korallen, der Reduzierung von invasiven Arten, der Dokumentation und Entfernung von Plastikmüll und bei anderen Pflegemaßnahmen an adoptierten Tauchplätzen helfen. Die Unterwasserwelt ist jetzt darauf angewiesen, dass lokale Taucher so lange einspringen, bis die Tauchgäste zurückkehren, und wo das passiert, macht es einen großen Unterschied. Während des Lockdowns in Ägypten sammelten einheimische Taucher sieben Tonnen Müll von den Riffen des Roten Meeres, genauso wie Taucher auf den Phi Phi Inseln.

Die Korallenrestaurierung ist auf dem Vormarsch (auch während der Pandemie), aber wie in diesen acht Beispielen deutlich wird, braucht es dafür freiwillige Taucher. Wie der Sea Hero Mike Goldberg, Mitbegründer von I.CARE, die Korallen in den Florida Keys restaurieren, sagt: „I.CARE braucht massenweise Sporttaucher, um bei der Umpflanzung, Pflege und Berichterstattung zu helfen. Aufgrund der durch die Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Probleme rechnen wir in naher Zukunft mit weniger Tauchreisenden.“ Mit anderen Worten: Sie brauchen lokale Taucher.

Und, es geht nicht nur um Korallen und das Meer. Im Landesinneren entfernen Taucher wie diese Müll, dokumentieren und kontrollieren invasive Arten, führen Forschungsstudien durch usw. Jetzt vor der eigenen Haustür zu tauchen und der Unterwasserwelt zu helfen, ist nicht nur für die Umwelt wichtig, es hilft in diesen schweren Zeiten auch deinem Dive Center vor Ort. Und es lohnt sich und macht Spaß. (Übrigens: Klick doch mal hier und finde heraus, wo man gerade tauchen kann.)

Zweitens: Denk daran, dass du da, wo du gerade bist, etwas besser machen kannst! Damit meine ich, dass wir über die Schritte, die wir als achtsame Fackelträger jeden Tag unternehmen, einzigartige Möglichkeiten haben, Veränderungen herbeizuführen. Dafür müssen wir nur kurz innehalten, sie finden und handeln. So haben Mitarbeiter der CPI Card Group beispielsweise erkannt, dass die jährlich 6,4 Milliarden Giro- bzw. Kreditkarten, die jedes Jahr verschickt werden, auch aus recyceltem Plastik hergestellt werden können. Und das ist es, was sie jetzt verwenden – wodurch schätzungsweise 1 Tonne Plastik je 1 Million produzierter Karten weniger im Meer landet. (Übrigens: PADI verwendet für seine Brevetkarten auch recyceltes Plastik, ebenso wie PADI Gear Partner.)

Der AVANI Eco-Gründer Kevin Kumala, der auf Bali lebt, hat sich dem Problem der Lebensmitteltüten/Trinkhalme/Verbrauchsmaterialien angenommen und biologisch abbaubare Alternativen entwickelt.  Und die Saltwater Brauerei in Delray Beach, Florida, entwickelte essbare, biologisch abbaubare Verpackungsringe für Bierdosen, die das Leben im Wasser nicht töten. Du wirst überrascht sein, was du für einen Unterschied machen kannst, wenn du dir einmal alles um dich herum aus der Fackelträger-Perspektive ansiehst.

Drittens: Lade andere Menschen ein, auch Fackelträger zu werden. Damit wir die Meere retten können, müssen Milliarden von uns zusammenarbeiten und wir müssen unsere unterschiedlichen Perspektiven, Kulturen und Talente vereinen. Dabei müssen nicht alle Taucher sein – sondern einfach Menschen, denen ein nachhaltiges, gesundes Meer wichtig ist. Egal, ob persönlich oder online, teile deine Erfahrungen, Bilder und diesen Link und lasse alle wissen, dass sie an der Gestaltung einer besseren Zukunft teilhaben können. Und das Tauchen eine coole Möglichkeit dazu ist.

Such das Abenteuer. Rette die Meere.

Dr. Drew Richardson
PADI Präsident & CEO

 

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