Man sagt, deine Tauchausrüstung ist wie ein Fenster in deine Seele. Sie verrät mehr über dich und die Art, wie du tauchst, als dir vielleicht bewusst ist. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Es ist einfach etwas, das passiert, wenn wir Erfahrung sammeln und persönliche Vorlieben und Gewohnheiten entwickeln.
Das Lustige daran ist, dass du immer wieder die gleichen Muster erkennst, wenn du anfängst, diese Details zu bemerken. Du kannst oft schon an der Ausrüstung erkennen, wer was macht und welche Art von Tauchen die Person mag. Manchmal ist es die Art und Weise, wie die Person ihre Ausrüstung anordnet, manchmal ist es die Ausrüstung selbst.
Lass uns herausfinden, was deine Ausrüstung über dich aussagen könnte.

Der Minimalist
Du hast genau die richtige Ausrüstung für die jeweilige Situation. Manchmal liegt das daran, dass du in die entlegensten Winkel der Welt reist,. Doch viel öfter liegt es daran, dass du weißt, was für dich funktioniert und du nichts anderes brauchst. Und das Beste ist: Je weniger du mitnimmst, desto stromlinienförmiger bist du im Wasser.
Der Pfadfinder
Am anderen Ende des Spektrums bist du auf so ziemlich alles vorbereitet, was eintreten könnte. Du kannst leicht zwischen tiefen Tauchgängen und einem flachen Riff wechseln. Außerdem hast du zusätzliche Gurte, O-Ringe, Schläuche und alles andere dabei, wovon du vielleicht einen Ersatz brauchst. Diese Einstellung kommt aus der Erfahrung. Entweder ist dir schon einmal ein Tauchgang wegen eines gerissenen Gurtes ruiniert worden oder du kennst jemanden, dem das passiert ist. Anstatt ein Risiko einzugehen, bist du immer vorbereitet.

Der Instructor
Deine Tauchausrüstung sieht toll aus, hat aber schon einiges mitgemacht. Deine BCD-Taschen sind abgenutzt, weil du zusätzliches Gewicht für die Tarierung deiner Schüler oder Ersatzausrüstung dabei hast. Meistens hast du eine Tafel, einen Ausweis oder einen anderen Gegenstand für einen Tauchschüler einstecken. Du bist auch der Letzte, der bereit ist, nicht weil du zu langsam bist, sondern weil du anderen hilfst, ihre Ausrüstung zuerst zu sortieren.
Die Einkaufsratte
Deine ganze Ausrüstung ist top, aber nichts davon passt zusammen. Das ist auf keinen Fall etwas Schlechtes. Du erkundest gerne die neuesten Flossen, Masken, Computer und anderes Zubehör, sobald sie auf den Markt kommen, um herauszufinden, was am besten funktioniert und was nicht.

Der Wochenend-Krieger
Ein Teil deiner Ausrüstung sieht brandneu aus, während andere Teile mindestens zehn Jahre alt sind. Das liegt daran, dass du deine Ausrüstung gut pflegst und sie nur dann ersetzt, wenn sie wirklich gebraucht wird. Die Realität sieht so aus, dass du wahrscheinlich nur eine Handvoll Wochenenden im Jahr zum Tauchen kommst, was jeden Trip zu etwas ganz Besonderem macht.
Der Kaltwassertaucher
Du tauchst in der Nebensaison an einem tropischen Ort nur mit einem Shorty, weil es dort noch wärmer ist als an deinen üblichen Tauchplätzen. Kaltwassertaucher sind eine besondere Rasse. Sie sind entweder an Süßwasser gewöhnt, wo sie mit Thermoklinen zu kämpfen haben, oder an nördliche Klimazonen, wo das Tauchen zwar toll, aber eben auch kalt ist.

Der Tec-Taucher
Kein einziges Teil der Ausrüstung hängt lose herum. Alles ist festgeschnallt, liegt eng am Körper an und du kannst jedes Teil, das du brauchst, mit geschlossenen Augen finden. Diese Genauigkeit kommt von der Navigation in Wracks, Höhlen und anderen nach oben geschlossenen Umgebungen, wo es wichtig ist, das Risiko einer verfangenen Ausrüstung zu minimieren. Diese Gewohnheiten lassen sich auch auf Rifftauchgänge im offenen Gewässer übertragen.
Bereit zum Eintauchen?
Wie sieht also deine Tauchausrüstung aus? Jetzt, wo du weißt, worauf du achten musst, kannst du auf deiner nächsten Reise nach diesen verschiedenen Tauchertypen Ausschau halten. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um dein nächstes Abenteuer zu planen. Klicke unten, um all die unglaublichen Tauchziele zu entdecken, die auf dich warten.
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich einbezogen, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
