Man nehme die gegenseitige Frustration über den Zustand der Tauchbranche in den 1960ern, füge ein paar lange Gespräche darüber hinzu, was man dagegen tun könnte, und werfe eine Flasche Johnnie Walker’s Finest in den Topf: Schon hat man alle nötigen Zutaten, um die Professional Association of Dive Instructors – oder besser als PADI bekannt – zu gründen.

In diesem Artikel erkunden wir die bemerkenswerte Geschichte und teilen einige lustige Fakten über die Geburt der größten Tauchorganisation der Welt.


Gründer von PADI
Die PADI Gründer Ralph Erickson und John Cronin auf dem Cover des Undersea Journals

Ein besserer Weg, Tauchen zu lernen

1966 teilten die PADI Gründer John Cronin und Ralph Erickson (ein Verkäufer von Tauchausrüstung und ein Schwimmlehrer) in Illinois (USA) ihre Bedenken über den Zustand der damaligen Tauchbranche. Sie waren der Meinung, die Branche sei unprofessionell und mache es neuen Leuten unnötig schwer, in den Sport einzusteigen. Gleichzeitig hatten die beiden ein klares Ziel: Sie wollten angehenden Tauchern die Ausbildung, die Fertigkeiten und das Selbstvertrauen vermitteln, um die Unterwasserwelt sicher zu erkunden.

In den folgenden Wochen kam eins zum anderen und bei einer Reihe von gemeinsamen Drinks, darunter eine berühmt-berüchtigte Flasche Johnnie Walker, beschlossen die beiden, eine Partnerschaft einzugehen, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen: der Welt das Tauchen beizubringen. Der erste Schritt des neu gegründeten Duos war die Gründung von PADI.

Wusstest du, dass PADI mit nur 30 US-Dollar gegründet wurde. Ein bescheidener Anfang für die größte Tauchorganisation der Welt!

Ihr Ziel war einfach: Menschen die Möglichkeit zu geben, wichtige Fertigkeiten im Tauchen zu erlernen und die Unterwasserwelt durch eine moderne Tauchausbildung zu genießen. Sie wollten auch, dass die Reichweite von PADI über die USA hinausgeht, und sich mit Menschen auf der ganzen Welt verbinden. Auf diese Weise wollte PADI selbstbewusste, sachkundige Taucher hervorbringen, die regelmäßig tauchen und das Wachstum des Sports unterstützen – eine Philosophie, die seit mehr als 60 Jahren unverändert geblieben ist.


PADI Gründer Cronin und Erickson mit Cousteau
Führende Köpfe der Tauchbranche – Jacques Cousteau, Ralph Erickson und John Cronin

Die Tauchbranche gestalten

Angesichts des globalen PADI, das wir heute kennen, ist es schwer vorstellbar, dass die Organisation einmal nur eine kleine Gemeinschaft von leidenschaftlichen Tauchern war. Umso überraschender ist es, dass PADI in den ersten Jahren nur mühsam in Schwung kam und Ende der 1960er gerade einmal 400 Mitglieder zählte.

Wusstest du, dass Jacques Cousteau 1996 PADI Mitglied Nr. 4 wurde – ein legendärer Taucher, der der größten Tauchgemeinschaft der Welt beitrat.

Doch das blieb nicht lange so. Mehrere wichtige Meilensteine standen an: Der erste ereignete sich, als Cronin eine internationale Messe in New York City besuchte. Dort traf er Paul Tzimoulis, der später Redakteur des Skin Diver Magazins werden sollte. Tzimoulis schlug vor, den PADI Brevetkarten Fotos von Tauchern hinzuzufügen. Diese scheinbar kleine Änderung wurde umgesetzt und trug dazu bei, PADI weltweit zu verbreiten.

Wusstest du, dass PADI 1973 den Rang des Master Scuba Divers einführe – den ersten Rang der Branche, der nicht ausbildungsbezogen war.

Der zweite wichtige Meilenstein kam in den späten 1970ern, als PADI beschloss, für alle seine Kurse eigene Multimedia- und Ausbildungsmaterialien für Tauchschüler und Instructors zu erstellen. Dieser mutige Schritt positionierte PADI als Branchenführer in der Tauchausbildung und hob das Unternehmen deutlich von den konkurrierenden Ausbildungsorganisationen ab, während es gleichzeitig den Grundstein für ein bedeutendes langfristiges Wachstum legte.

Wusstest du, dass PADI 1988 die „Encyclopedia of Recreational Diving“ veröffentlichte – die erste umfassende Quelle für Freizeittaucher.


verschiedene Cover von PADI Lernmaterialien über die Jahre hinweg
Eine Auswahl von PADI Schulungsmaterialien aus den letzten Jahren

Den Weg vorgeben

In den späten 1980ern war PADI führend in der Tauchbranche und bot weltweit Tauchausbildungsprogramme an. Der Erfolg und die Erkenntnis, dass so viele neue Menschen den Sport für sich entdeckten, inspirierte PADI dazu, den Schutz der Unterwasserwelt zu fördern, indem es eine Reihe von Schutzprogrammen ins Leben rief, von denen viele noch heute in irgendeiner Form existieren.

Wusstest du, dass PADI 1991 sein erstes Kursvideo auf VHS veröffentlichte (beginnend mit dem Open Water Diver), um Tauchern das selbstständige Lernen zu erleichtern.

Seit seiner Gründung hat PADI mit der PADI AWARE Foundation®-Initiativen zum Schutz bedrohter Arten, zur Verringerung der Meeresverschmutzung und zur Verbesserung des Verständnisses der Auswirkungen des Menschen auf das Meer und Wasserstraßen eingeführt.


das PADI Logo von 1966 neben dem Logo zum 60. Geburtstag von PADI, das 2026 enthüllt wird
Das ursprüngliche PADI Logo (1966) und das aktuelle PADI Logo (2026) zum 60-jährigen Bestehen von PADI

60 Jahre Exzellenz und viele weitere werden folgen

Heute gibt es mehr als 6.600 PADI Dive Centers und Resorts in über 180 Ländern und Territorien und über 300 Mitarbeiter in den PADI Niederlassungen auf der ganzen Welt. PADI hat mehr als 30 Millionen Brevetierungen für Taucher ausgestellt. Und die ursprüngliche Vision aus den 1960ern bildet nach wie vor den Mittelpunkt der Organisation, ohne dass eine Änderung in Sicht ist:

„PADI hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit führend in der Ausbildung von Tauchprofis und Tauchbegeisterten zu sein.“


Bist du bereit, der größten Tauch-Community der Welt beizutreten?

Nun, da du erfahren hast, wie die weltgrößte Tauchorganisation entstanden ist, bist du hier genau richtig, um PADI Taucher zu werden. Du kannst deine Reise mit PADI eLearning sofort beginnen. Alternativ kannst du auch den nächstgelegenen PADI Dive Shop aufsuchen, um persönlich mit einem PADI Pro zu sprechen.

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich einbezogen, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

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