Taucher auf der ganzen Welt leben den PADI Ethos Seek Adventure. Save the Ocean℠ und setzen ihre Liebe zur Unterwasserwelt in sinnvolle Handlungen um. Heute wollen mehr Taucher denn je eine aktive Rolle bei der Wiederherstellung und dem Schutz der Meere spielen. Doch viele fragen sich: Wie kann mein einzelner Tauchgang etwas bewirken?

Die Antwort liegt in der engen Verbindung zwischen dem Handeln der Taucher vor Ort und den Ergebnissen der globalen Schutzpolitik.


Zwei Taucher schwimmen zwischen Haien im Blau

Lokale Aktionen, die den globalen Wandel vorantreiben

Die PADI AWARE Foundation® verfolgt zusammen mit PADI den Blueprint for Ocean Action für den Schutz der Meere, und AWARE hat es sich zur Aufgabe gemacht, lokale Aktionen für globale Auswirkungen zu fördern. In der Theorie klingt das alles sehr nobel, doch was bedeutet das in der Praxis? Der erste Teil der Mission von PADI AWARE, die Förderung lokaler Aktionen, ist der Bereich, in dem sich die meisten PADI Taucher und Tauchanbieter direkt engagieren.

Jedes Mal, wenn du tauchst, wirst du zu den Augen und Ohren des Meeres. Egal, ob du dich an Citizen-Science beteiligst, dein Lieblingsriff überwachst, Meeresmüll aufspürst oder die Wiederaufforstung unterstützt: Deine Bemühungen treiben den Schutz der Meere voran. Die Aktionen, die du bequem von zu Hause aus machst, indem du Petitionen unterschreibst, Briefe an Entscheidungsträger schickst oder eine Spende tätigst, um die AWARE Foundation am Laufen zu halten, bringen den Blueprint for Ocean Action voran und helfen dabei, den Wandel nicht nur unter Wasser, sondern auch in den einflussreichsten Schutzbereichen voranzutreiben.


Was jenseits des Ufers passiert: Der Schutz der Meere

Doch was ist mit dem zweiten Teil der Mission: dem Erreichen einer globalen Wirkung? Dieser ist viel undurchsichtiger als die klare und unmittelbare Errungenschaft des direkten Handelns.

Wie kann dein Tauchgang, deine Unterschrift oder dein Euro tatsächlich etwas bewirken, um globale Auswirkungen zu erzielen? Hier kommt PADI AWARE ins Spiel, um Aktionen in Ergebnisse zu verwandeln.

Die Erzielung echter globaler Auswirkungen und Schutzergebnisse ist ein langer, komplexer Prozess, denn politische Veränderungen müssen sich ihren Weg durch vielschichtige lokale, nationale und internationale politische Systeme bahnen, die sich selten schnell oder synchron bewegen. Taucher können im Meer zwar sofort konkrete Maßnahmen ergreifen, doch um diese Maßnahmen in neue Gesetze oder internationale Vereinbarungen umzusetzen, müssen sie sich durch zersplitterte Verwaltungsstrukturen, konkurrierende nationale Interessen und langsam ablaufende bürokratische Prozesse kämpfen.

In dieser herausfordernden politischen Landschaft ist PADI AWARE der Anwalt der Tauch-Community und trägt dazu bei, dass der Schutz der Meere durch die Wissenschaft, die Aktionen der Gemeinschaft und die Stimmen von Millionen von Tauchern gestützt wird.

Ian Campbell von PADI AWARE sitzt bei einer Konferenz an einem Schreibtisch mit einem Laptop.

Ein Durchbruch für Haie und Rochen auf der CITES-Konferenz 2025

Um zu verdeutlichen, wie wir vom „lokalen Handeln“ zum „globalen Schutz“ gelangen, veranschaulicht die jüngste politische Arbeit von PADI AWARE zum Schutz von Haien und Rochen perfekt die verschiedenen Komponenten dieser epischen, vielschichtigen Reise.

Ende 2025 trafen sich Vertreter aus 164 Ländern in Usbekistan zu einer der weltweit wichtigsten Versammlungen zum Schutz von Wildtieren – der CITES Convention. Als offizieller Beobachter sorgte PADI AWARE dafür, dass die Perspektive der Tauch-Community gehört wurde.

Die Ergebnisse waren monumental: Alle Vorschläge zur Stärkung des Schutzes bedrohter Hai- und Rochenarten wurden angenommen. Dazu gehörten auch entscheidende Schritte zur Beendigung des internationalen Handels mit Walhaien, Weißspitzenhaien, Mantarochen und Mobula-Rochen.

Dieser Sieg zeigt, wie der Einsatz von Tauchern dazu beiträgt, dass Regierungen das Meer stärker schützen.


Foto einer Präsentation auf der CITES COP20-Konferenz aus dem hinteren Teil des Raumes mit Menschen, die vor einem Bildschirm sitzen.

Was 2026 ansteht und wie Taucher helfen können

Die Arbeit geht weiter. Anfang 2026 wird PADI AWARE erneut Taucher bei der Convention on Migratory Species in Brasilien vertreten und sich für einen besseren Schutz von Hammerhaien, Fuchshaien, Engelhaien und mehr einsetzen.

In der Zwischenzeit gehen die Verhandlungen über ein globales Plastikabkommen weiter – eine weitere wichtige Chance, die Meeresökosysteme für zukünftige Generationen zu schützen.

Und 2026 starten PADI und die PADI AWARE Foundation den neuen Shark & Ray Conservation-Kurs sowie den Global Shark & Ray Census, bei dem Taucher weltweit Daten beisteuern können, die zur Gestaltung der globalen Schutzpolitik beitragen. Bleib also dran für mehr!


Ein Tigerhai schwimmt über einen Sandgrund auf den Bahamas

Dein Tauchgang ist wichtiger, als du denkst

Vom Einsammeln des Mülls bei einem einzigen Tauchgang bis hin zur Beeinflussung internationaler Abkommen zum Schutz von Wildtieren: Dein Handeln hat Auswirkungen, die wirklich etwas bewirken.

Du erkundest nicht nur das Meer. Du trägst dazu bei, es zu schützen.

Seek Adventure. Save the Ocean – einen Tauchgang nach dem anderen.

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich einbezogen, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

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