Mit einem Drittel aller Arten, die vom Aussterben bedroht sind, gehören Haie und Rochen zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen auf unserem Planeten.
Den Regierungen und Wissenschaftlern fehlen oft die Mittel, um die Hai- und Rochenpopulationen im erforderlichen Umfang zu überwachen, und sie verlassen sich oft auf Fischereiberichte in regionalisierten wissenschaftlichen Untersuchungen, die sich meist nur auf eine Art oder ein Thema konzentrieren.
Um diesem Meeresnotfall zu begegnen, stellt PADI AWARE in Zusammenarbeit mit Blancpain den Global Shark & Ray Census vor, ein globales Citizen-Science-Programm, das die Hai- und Rochenpopulationen überwachen und sie vor dem Aussterben schützen soll.
Dies wird das weltweit größte, von Tauchern geleitete Datenerfassungsprogramm für Haie und Rochen sein, das 2026 startet.
Wie funktioniert der Global Shark & Ray Census?
Das Programm lädt alle Taucher und Nichttaucher dazu ein, Daten beizusteuern, indem sie Sichtungen von Hai- und Rochenarten protokollieren oder bestimmte Orte überwachen, um Populationstrends zu verfolgen.
Die Sichtungen werden über das Conservation Action Portal erfasst – ein neuer Online-Hub, in dem Meeresenthusiasten Daten austauschen und sich an Citizen-Science-Projekten beteiligen können. Genau wie das erfolgreiche Programm „Dive Against Debris“, das die weltweit größte Datenbank für Meeresmüll aufgebaut und die globale Forschung zur Vermüllung der Meere vorangetrieben hat, wird der Census die globale Tauchgemeinschaft mobilisieren, um langjährige Datenlücken zu schließen.
Nach der Erhebung werden die Daten einer strengen wissenschaftlichen Analyse unterzogen und dazu verwendet, sich für den angemessenen Schutz gefährdeter Hai- und Rochenarten einzusetzen und so gesunde Populationen zu fördern.
Mithilfe der Daten des Global Shark & Ray Census werden:
- prioritäre Arten und Gebiete für unsere laufenden Schutzbemühungen identifiziert.
- Trends der Hai- und Rochenpopulationen aufgezeigt und die Forschung vorangetrieben.
- Hilf Regierungen dabei, ihre Verpflichtungen zum Schutz der Haie und Rochen zu überwachen und zu erfüllen.
- Schutzmaßnahmen für kritische Hai- und Rochenlebensräume ausgeweitet und ein Beitrag zur Entwicklung von Meeresschutzgebieten (MPAs) geleistet.
- ein nachhaltiger und verantwortungsvoller Hai- und Rochentourismus gefördert, der zum Schutz der Lebensgrundlagen beiträgt und die lokale und nationale Wirtschaft stärkt.
Ian Campbell, Associate Director of Policy & Partnerships bei der PADI AWARE Foundation, erklärt: „Im Gegensatz zu Forschern, die nur über begrenzte Ressourcen verfügen, sind Taucher weltweit Tag und Nacht im Wasser unterwegs und können so Informationen in Echtzeit erfassen. Der Global Shark & Ray Census hat wirklich das Potenzial, sowohl zum Artenschutz als auch zur wissenschaftlichen Forschung einen wichtigen Beitrag zu leisten, indem er uns in Echtzeit zeigt, wo sich Haie und Rochen aufhalten und – was genauso wichtig ist – wo sie nicht sind.“

Wie unterstützt das neue Programm den PADI Blueprint for Ocean Action?
Der Global Shark & Ray Census unterstützt direkt den PADI Blueprint for Ocean Action, indem er dessen Ziele und Strategien zum Schutz gefährdeter Arten und deren Lebensräumen aufgreift. Sobald wir ein klareres Bild von den Entwicklungen der Tierpopulationen haben, wird PADI AWARE gemeinsam mit Partnern dafür sorgen können, dass die richtigen Schutzmaßnahmen für eine geringere Gefährdung ergriffen werden.
Wer kann am Global Shark & Ray Census teilnehmen?
Jeder im und auf dem Wasser kann Daten für den Global Shark & Ray Census beisteuern. Taucher und Ocean Torchbearers sind besonders geeignet, um Maßnahmen zum Identifizieren, Unterstützen und Schützen von Haien und Rochen auf der ganzen Welt zu ergreifen. Ganz gleich, ob du ein regelmäßiger Meeresabenteurer bist oder nur gelegentlich einen Tag am oder im Wasser verbringst, du kannst dich darauf vorbereiten, lokal etwas für eine globale Wirkung zu tun.
PADI AWARE
Der Schutz von Haien und Rochen ist das Herz und die Seele der PADI AWARE Foundation. Seit 30 Jahren setzt sich PADI AWARE aktiv für den Schutz der Haie ein. In dieser Zeit haben sie dazu beigetragen, den Schutz gefährdeter Haiarten voranzutreiben, und Maßnahmen wie Fang- und Handelsbeschränkungen für über 100 gefährdete Arten durchgesetzt.
Trotz dieser Erfolge muss noch viel mehr getan werden, um sicherzustellen, dass wir nicht zulassen, dass Arten aussterben, die seit Hunderten von Millionen Jahren in unseren Meeren leben.
Die Stiftung kann auf eine lange Erfolgsgeschichte in der Citizen Science zurückblicken. Das „Dive Against Debris“-Programm von PADI AWARE ist die größte Citizen-Science-Unterwasserdatenbank der Welt für Meeresmüll, mit mehr als 194.000 aktiven Teilnehmern. Die generierten Daten werden für bahnbrechende Forschung genutzt. Mit einem geschätzten Markt von fast einer Million Hai- und Rochentouristen wird der Global Shark & Ray Census jedem die Fertigkeiten und Werkzeuge an die Hand geben, um direkt zum Schutz der Haie auf der ganzen Welt beizutragen.
PADI AWARE wird die Schutzbemühungen fortsetzen, indem es Arten schützt, Lebensräume bewahrt und die Forschung vorantreibt. Der brandneue, überarbeitete Specialty-Kurs „AWARE Shark & Ray Conservation“ liefert Informationen, die eine neue Welle aktiver Beteiligung in der Tauchgemeinschaft auslösen sollen. Mitwirkung und Innovation, die Zusammenarbeit mit anderen, um kollektives Handeln voranzutreiben, und das Eintreten für politische Maßnahmen zum Schutz der Haie und ihrer Ökosysteme werden zweifellos der Schlüssel sein.

Was passiert mit dem Specialty-Kurs „AWARE Shark Conservation“?
Der Specialty-Kurs „AWARE Shark Conservation“ wurde zum Specialty-Kurs „AWARE Shark & Ray Conservation“ weiterentwickelt, um das Verständnis für Haie und Rochen zu vertiefen und gleichzeitig die Möglichkeiten für eine sinnvolle Citizen-Science-Beteiligung zu erweitern.
Der Kurs konzentriert sich darauf, grundlegendes Wissen zu vermitteln und zu aktivem Engagement im Naturschutz zu motivieren. Die Teilnehmer beschäftigen sich mit der Biologie von Haien und Rochen, setzen sich mit aktuellen Herausforderungen im Artenschutz auseinander und erfahren, wie verantwortungsbewusstes Tauchen zu gesünderen Populationen beitragen kann. Ein wichtiger Bestandteil des Kurses ist die Anleitung zur Bereitstellung von Daten für den „AWARE Global Shark & Ray Census“. Dadurch können Taucher Beobachtungen erfassen und melden, die für Wissenschaftler und politische Veränderungen von Nutzen sind.
Die Specialty umfasst einen Übungstauchgang, bei dem es darum geht, Daten genau zu erfassen und zu melden, um so die Rolle der Taucher bei der langfristigen Überwachung zu stärken. Dabei ist zu beachten, dass die Dokumentation von fehlenden Hai- und Rochenbeständen genauso wertvoll wie die Meldung von Sichtungen ist. Dies trägt zu einem umfassenderen Verständnis der Bestandsentwicklung bei und unterstützt fundierte Entscheidungen zum Artenschutz.
Heute spenden, morgen Haie schützen
Haie und Rochen können nicht warten. Mit deiner Spende unterstützt du direkt das weltweit größte, von Tauchern geleitete Schutzprogramm, das dazu beiträgt, kritische Lebensräume zu schützen, den Schutz zu verstärken und eine Zukunft zu sichern, in der diese Arten gedeihen können. Hilf uns, die Meerestiere zu unterstützen.

Blancpain: Gründungspartner des Global Shark & Ray Census
PADI ist stolz darauf, mit dem Schweizer Prestige-Uhrenhersteller Blancpain zusammenzuarbeiten, um die Unterwasserwelt zu schützen. Dank der Unterstützung von Blancpain für das Vulnerable Species Program können Taucher am AWARE Global Shark & Ray Census teilnehmen, dem größten Citizen-Science-Unterwasserprogramm zum Schutz von Haien und Rochen vor dem Aussterben. PADI und Blancpain arbeiten im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zusammen, um die Anzahl der Meeresschutzgebiete (MPAs) weltweit zu erhöhen. Als Gründungspartner des Blueprint for Ocean Action von PADI hat Blancpain die Einrichtung des MPA-Programms von PADI und des Citizen-Science-Flaggschiffs Adopt the Blue™ beschleunigt.
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten sind dabei ausdrücklich einbezogen, soweit es für die Aussage erforderlich ist.



