Jeder möchte, dass Tauchgänge so lange wie möglich dauern. Schließlich ist die Unterwasserwelt einfach faszinierend, und je mehr Zeit wir darin verbringen können, desto besser. Da jeder Taucher körperlich anders ist, verbraucht jeder Luft in unterschiedlichem Tempo.

Trotzdem gibt es eine ganze Reihe von Dingen, die du tun kannst, um deinen Luftverbrauch nach deinem Open Water Diver-Kurs zu verbessern. Lies weiter und entdecke 14 tolle Tipps und Möglichkeiten für eine weiterführende Ausbildung, die dir helfen können, „länger unter Wasser zu bleiben“.


Ein Taucher unter Wasser, der direkt in die Kamera schaut

1. Tauche regelmäßig

Willst du, dass deine Flasche länger hält? Dann tauche, tauche, tauche. Je öfter du tauchst, desto wohler fühlst du dich unter Wasser, und das verbessert deinen Luftverbrauch.


2. Entspann dich

Wenn du unter Wasser herumzappelst, verbrauchst du nur mehr Luft als nötig. Lass dich treiben und geh mit der Strömung. Bewege deine Flossen nur, wenn es nötig ist. Wenn du ruhig bleibst, reicht deine Luft unter Wasser länger.


3. Mache Pausen

Wenn du dich unter Wasser einfach nicht entspannen kannst, such dir einen strategisch günstigen Ort, an dem du stillstehen und einfach die Schönheit der Meereswelt um dich herum auf dich wirken lassen kannst. Wenn dich die Pracht der Tiefsee in ihren Bann zieht, wirst du dich nach und nach entspannter fühlen und weniger Luft verbrauchen.


4. Atme tief durch

Beim Tauchen ist das Schlimmste, was du tun kannst, kurz und flach zu atmen. Denke an Yoga und atme sowohl beim Ein- als auch Ausatmen langsam und tief. Übe das zu Hause, um dich an diese Art der tiefen Atmung zu gewöhnen. Denk einfach daran, was du im Open Water Diver-Kurs gelernt hast: Atme immer weiter und halte niemals den Atem an!


5. Übe den neutralen Auftrieb

Das Erlernen des neutralen Auftriebs ist eine Fertigkeit, die viel Übung erfordert, doch der Nutzen ist enorm. Im Idealfall kannst du während des gesamten Tauchgangs perfekt waagerecht bleiben. Zum Beispiel solltest du beim Sicherheitsstopp mit etwa 50 bar in deiner Flasche in der Lage sein, die gleiche Tiefe während der gesamten drei Minuten beizubehalten. Wenn du Schwierigkeiten hast, die gewünschte Tiefe zu halten, weil du nicht richtig gewichtet bist, sparst du keine Luft. Zieh in Erwägung, dich für die PADI-Specialty „Peak Performance Buoyancy“ anzumelden, um deine Technik zu perfektionieren. (Mehr dazu weiter unten)

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6. Pflege deine Ausrüstung

Eine einfache Möglichkeit, den Luftverbrauch zu senken, ist die Reduzierung von Undichtigkeiten. Überprüfe deine O-Ringe, den Füllschlauch und die Anschlussstellen. Pack ein „Save-a-Dive“-Set ein, falls du während eines Tauchausflugs einen Defekt feststellst.


7. Arbeite an deiner Haltung

Du kannst den Widerstand beim Schwimmen verringern, indem du darauf achtest, eine horizontale Position beizubehalten. So kannst du deinen Luftverbrauch senken. Je aufrechter du schwimmst, desto mehr Luft verbrauchst du zwangsläufig. Wenn du Schwierigkeiten hast, horizontal zu bleiben, passe die Position deiner Gewichte, deiner Flasche und deines Tarierjackets an.


8. Verwende das richtige Gewicht

Wenn du dich häufig in einer aufrechten Position befindest, achte darauf, dass du nicht zu schwer bist. Dies führt dazu, dass deine Hüften nach unten gezogen werden. Versuche, den Tarierungstest vor dem Tauchgang durchzuführen, den du im Open Water Diver-Kurs gelernt hast.


9. Bleib im Flachen

Wenn du befürchtest, dass dein Tauchgang zu kurz wird, versuche, dich in flacheren Gewässern aufzuhalten. Du kannst dich jederzeit etwas höher in der Wassersäule bewegen, um weniger Luft zu verbrauchen. Denk nur daran, deine Pläne vor dem Tauchgang deinem Tauchbuddy und dem Tauchguide mitzuteilen.


10. Mach langsamer

Das mag vielleicht selbstverständlich klingen, aber nimm dir beim Tauchen die Zeit, einen Gang runterzuschalten, dich zu entspannen und das Erlebnis zu genießen. Um deinen Luftverbrauch zu senken, solltest du es vermeiden, hektisch hin und her zu huschen.


Ein austarierter Taucher über einem bunten Riff

11. Optimiere deine Ausrüstung

Lass keines deiner Ausrüstungsteile baumeln. Das erzeugt Widerstand und erhöht den Luftverbrauch, da du dich mühsamer durch das Wasser bewegen musst.


12. Bleib nah am Riff/am Meeresboden, wenn du in eine Strömung tauchst

Wenn du in einer Strömung tauchst, halte dich so nah wie möglich am Riff oder am Meeresboden (ohne es oder ihn zu berühren). Je näher du am Riff bist, desto schwächer wird die Strömung. Bist du weiter draußen im offenen Meer, ist die Strömung stärker, und du verbrauchst mehr Luft, wenn du versuchst, deine Position zu halten.


13. Finde einen Unterschlupf

Nutze Unterwasserobjekte als „Unterschlupf“. Wenn du beim Schwimmen in der Strömung viel Energie verbrauchst, halte Ausschau nach Strukturen am Riff, hinter denen du Schutz finden kannst. Ein Korallenfelsen ist ideal, um dich daneben zu positionieren, eine Pause einzulegen und das Geschehen vorbeiziehen zu sehen! Für weitere Tipps zum Strömungstauchen und zum Luftverbrauch solltest du Specialty-KursPADI Drift Diver“ in Erwägung ziehen. (Siehe unten)


14. Lebe stressfrei

Halte Kontakt zu deinem Buddy und bleibt aufmerksam. Stress und Schwimmen sind zwei Dinge, die deinen Luftverbrauch definitiv erhöhen. Es gibt nichts Stressigeres, als zu glauben, man hätte seinen Buddy verloren, und dann herumzuschwimmen, um ihn wiederzufinden!


Peak Performance Buoyancy – Meditation und Wellness beim Tauchen

PADI Kurse für einen geringeren Luftverbrauch

Wissen, Übung und Erfahrung spielen alle eine entscheidende Rolle dabei, deinen Luftverbrauch zu senken und deine Tauchleistung zu verbessern. Die Weiterbildung als Taucher ist eine tolle Möglichkeit, gleichzeitig deine Fertigkeiten UND deinen Luftverbrauch zu optimieren. Es gibt eine Reihe von PADI Kursen, die besonders nützlich sind, um deine Luft länger reichen zu lassen. Im Folgenden findest du fünf unserer Top-Empfehlungen.

1. PADI Advanced Open Water Diver

Wenn du den PADI Advanced Open Water Diver-Kurs absolvierst, machst du unter Anleitung deines Tauchlehrers fünf Adventure Dives. Ein Tieftauchgang und ein Unterwasser-Navigationstauchgang sind Pflicht, wobei du die anderen drei Tauchgänge selbst auswählen kannst. Während deiner fünf Tauchgänge gewinnst du an Selbstvertrauen, was weniger Stress und einen geringeren Luftverbrauch bedeutet. Um die besten Ergebnisse beim Luftverbrauch zu erzielen, wähle optionale Adventure Dives aus, die zu den unten aufgeführten PADI Specialty-Kursen passen. Bei jedem dieser Tauchgänge und den dazugehörigen Theorieeinheiten lernst du wichtige Tipps und Fertigkeiten kennen, die deine Atmung und deinen Luftverbrauch beim Tauchen deutlich verbessern können.

2. PADI Specialty-Kurs „Peak Performance Buoyancy“

Eine gute Tarierung ist entscheidend für einen geringen Luftverbrauch. Während des PADI Specialty-Kurses „Peak Performance Buoyancy“ lernst du, wie du überprüfst, ob du richtig gewichtet bist, und wie du Gewichte einsetzt, um eine optimale Tarierung zu erreichen. Außerdem lernst du, wie du deine Atmung effektiv einsetzt und dich mühelos unter Wasser bewegst. All das führt zu einem geringeren Luftverbrauch und längeren Tauchgängen.

Zwei Taucher bei der Unterwassernavigation

3. PADI Specialty-Kurs „Underwater Navigator“

Wenn du bereits PADI Advanced Open Water Diver bist, hast du den ersten Tauchgang des PADI Underwater Navigator-Specialty-Kurses bereits absolviert!

Wenn du lernst, dich effektiv und effizient zu orientieren, kannst du das Risiko von erhöhtem Stress, der durch fehlende Orientierung und das Gefühl des Verlorenseins entsteht, deutlich verringern. Eine effektive Orientierung erspart dir außerdem übermäßige und potenziell kräftezehrende Schwimmstrecken, um wieder „auf Kurs“ zu kommen. Es steht außer Frage, dass die Fähigkeit, sich unter Wasser sicher und kompetent zu orientieren, den Luftverbrauch senkt.

4. PADI Specialty-Kurs „Deep Diver“

Egal, ob du in Zukunft Tieftauchgänge machen möchtest oder lieber oberhalb von 18 Metern bleibst: Der PADI Specialty-Kurs „Deep Diver“ vermittelt dir Wissen über Druckveränderungen, Dekompression, die Auswirkungen der Tiefe auf den menschlichen Körper und den sicheren und kompetenten Umgang mit allen Problemen, die beim Tieftauchen auftreten können.

Ein besseres Verständnis des Tieftauchens reduziert den Stress, der durch die Tiefe oder die potenzielle Tiefe ausgelöst werden kann, und vermittelt dir das nötige Wissen, um Verfahren für das Tieftauchen und Notfallpläne zu entwickeln. Dein fortgeschrittenes Wissen über das Tauchen unterhalb von 18 Metern und den Umgang mit solchen Tauchgängen wird zu entspannteren, angenehmeren und letztendlich luftsparenderen Unterwassererlebnissen führen.

Hinweis: Wenn du bereits PADI Advanced Open Water Diver bist, hast du den ersten Tauchgang für die PADI Deep Diver Specialty-Brevetierung bereits absolviert.

5. PADI Specialty-Kurs „Drift Diver“

Das Tauchen in Strömungen erhöht den Luftverbrauch eines Tauchers aufgrund von zwei Hauptfaktoren:

  • Erhöhter Stresspegel
  • Erhöhte körperliche Belastung

Im PADI Specialty-Kurs „Drift Diver“ lernst du etwas über Gezeiten und andere natürliche Bedingungen, die Strömungen verursachen oder dazu führen. Außerdem lernst und übst du Techniken zur Planung von Drifttauchgängen, zum Ein- und Aussteigen beim Drifttauchen, zur Einschätzung von Strömungen und zum Tauchen in Strömungen sowie Notfallmaßnahmen beim Drifttauchen.

Deine neuen Fertigkeiten helfen dir dabei, jeglichen Stress zu bewältigen, den du sonst beim Tauchen in Strömungen vielleicht empfunden hättest, und reduzieren gleichzeitig den Energieaufwand, den du benötigst, um dich beim Strömungstauchen unter Wasser zu halten.


Wie geht’s weiter?

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Dieser Blogbeitrag wurde ursprünglich von Jacki Hutchings verfasst und im Diviac Magazine veröffentlicht.

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