Ein wichtiger Grund, warum Menschen das Tauchen lieben, ist zweifelsohne die Möglichkeit, unglaubliche Begegnungen mit der Unterwasserwelt zu erleben. Von riesigen Walhaien auf den Malediven bis hin zu winzigen Pygmäen-Seepferdchen in Indonesien: Die erstaunlichen Tiere in unseren Meeren hautnah zu erleben, ist wirklich phänomenal und unvergesslich. Dieses Erlebnis kann sich auch nicht mit dem Betrachten von Fotos messen.

Es sind diese außergewöhnlichen Momente, die Taucher (und viele Nicht-Taucher) begeistern. Deshalb teilen wir einige der unglaublichsten Begegnungen unserer Taucher mit der Unterwasserwelt, die passieren, wenn du #LiveUnfiltered genießt.

Lass uns eintauchen!


Eric und Sonia: Buckelwale

„Es gibt diese Momente im Leben, die schwer zu beschreiben sind. Sie sind so anders als alles andere, was du bisher erlebt hast. Sie sind überwältigend, emotional und betäubend. Sie sind größer als Worte oder Bilder erfassen können und irgendwie größer als eine bloße physische Begegnung.


Vor kurzem besuchten wir Moorea. Von dieser Reise hatten wir schon seit Jahren geträumt, denn es ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem man mit den majestätischen Buckelwalen schwimmen kann.

Wir unternahmen eine private Tour mit Moorea Ocean Adventures, einem Team von Meeresbiologen und erfahrenen Bootsführern, die sehr viel Wert auf den Schutz der Meeresfauna legen. Wir sahen drei erwachsene Wale, die gemeinsam schwammen, Regenbögen bliesen und ihre schönen Rückenflossen zur Schau stellten. Was wir uns nicht hätten vorstellen können, ist das, was dann geschah. Unser Bootskapitän hörte von einem anderen Boot, dass vier weitere Wale in die entgegengesetzte Richtung der anderen drei unterwegs waren. Er meinte, dass sich die sieben Tiere wahrscheinlich treffen würden. Also wollten wir uns der Walparty anschließen.


Ein paar Minuten später sprangen wir in den tiefblauen Ozean und schwammen über 200 Meter weit. Dann kam ein Wal aus der Tiefe hinauf, gefolgt von zwei weiteren. Und dann kamen vier weitere Wale hinzu, die direkt unter unseren Füßen schwammen. Es war die atemberaubendste Begegnung mit wilden Tieren, die wir uns je hätten vorstellen können.“

Hier findest du den Dive Guide von PADI Travel für Französisch-Polynesien. 


Leila: Walhai

Whale shark: Live Unfiltered

Koh Tao ist bei Tauchern alles andere als unbekannt. Der größte Pluspunkt für uns (abgesehen vom unglaublich warmen Wasser) war die Möglichkeit, einen Walhai zu sehen. 

Während der täglichen Spaßtauchgänge warnten uns die Tauchlehrer vor, dass wir nicht mit dem „großen gefleckten Fischen“ rechnen sollten! Als wir eines Morgens nach einem unglaublichen Tauchgang aufstiegen, hörten wir von den Booten aus Schreie: Hai! Wir gingen so schnell wie möglich wieder an Bord, wo uns der Kapitän informierte, dass sich der große gefleckte Fisch (Walhai) am Wrack befände. Wir tauschten unsere Flaschen aus und legten unsere Ausrüstung wieder an. Als wir die Buddy Checks durchliefen, war die Aufregung greifbar, gemischt mit der Sorge, dass wir ihn verpassen würden.  Als wir uns der Stelle näherten, stiegen andere Taucher auf, was kein gutes Zeichen war. Als wir ins Wasser stiegen, sagten sie, das er weg sei. Mein Herz machte einen traurigen Hopser, bis ein Divemaster rief: Er ist hier! Wir tauchten ab, und inmitten des Chaos von Luftblasen sah ich ihn, den Walhai. Die Bewegungen des fünf Meter langen Tieres waren keineswegs bedrohlich, sondern eher hypnotisch. Während mir die Tränen kamen, wurde mir bewusst, wie wichtig das Tauchen ist. Ohne diese fantastische Sportart hätte ich mich nicht so mit der Natur verbinden können, wie ich in diesem Moment tat. Wir verbrachten zwanzig Minuten mit dem Hai, und als er sich von uns verabschiedete, war ich wirklich dankbar und merkte, dass ich meine Kamera vergessen hatte! Aber das war in Ordnung. Ich weiß, dass ich das nie vergessen werde.“

Von @reira_l15


Marina: Wracktauchen

„Als ich hörte, dass in Akaba ein riesiges Flugzeugwrack auf dem Grund des Roten Meeres liegt, beschloss ich sofort, dass ich dort tauchen wollte. Das Flugzeug war unbeschädigt, so dass man durchschwimmen konnte. Sogar die Sitze waren noch drin. Als ich durch das Flugzeug tauchte, war es voll mit Meereslebewesen, und ich fand sogar Skelette im Cockpit und in der Toilette. Das Tauchen dort war eine unglaubliche Erfahrung.“ 

Hier erfährst du mehr darüber, wie du Wreck Diver wirst. 


Tom: Hammerhaie

„An einem sonnigen Märztag verließen wir frühmorgens die Anlegestelle auf der Insel San Cristobal, einer der drei bewohnten Inseln des Galápagos-Archipels. Wir fuhren zum Leon Dormido oder Kicker Rock, einem 150 Meter hohen Lavakegel aus alter Vulkanasche, der den Meeresboden überragt. Der Tauchplatz bietet einen Kanal, der den Kegel teilt und eine starke Strömung, die das Schwimmen um den Tauchplatz herum begünstigt. 

Als wir in das überraschend kühle Wasser hinabstiegen, war ich von den dynamischen Fischschwärmen, den wogenden Fächerkorallen und den gelegentlich auftauchenden Weißspitzen-, Schwarzspitzen-, Galapagos- und Hammerhaien fasziniert, die uns einen Moment lang anschauten, bevor sie wieder im tiefen Blau verschwanden. 

Wir trieben durch den Kanal, als Hammerhaie anmutig langsam am blauen Horizont auftauchten, in den wir hineinschwebten. Ich war von der Größe und Schönheit der Spitzenprädatoren beeindruckt. Ich begann die Szene aufzunehmen, während mir bei weit offenem Mund (zumindest etwas offener als sonst) das Adrenalin durch die Adern schoss. 

Ich stieg ehrfürchtig aus dem Wasser und war dankbar, dass ich Zeuge einer der großen Wanderungen in unseren Meeren geworden war. Bis heute ist das Tauchen mit wandernden Hammerhaien meine liebste Unterwassererinnerung und eine meiner beeindruckendsten Lebenserfahrungen. Es war unglaublich, so viele Meereslebewesen zu sehen, die aufgrund des strengen Meeresschutzes auf den Galapagos-Inseln ungestört gedeihen können.“

Von @tom_condon_

Entdecke hierdie fünf besten Orte zum Tauchen mit Hammerhaien. 


Janie: Delfine

„Auf der Fahrt in einem Zodiac mit einer Gruppe von fünf Personen und ohne große Erwartungen genossen wir die Meeresbrise und warme Sonne, die unsere Neoprenanzüge aufheizte. Leider sahen wir keine Delfine.

Wenige Minuten, bevor wir den Rückweg antreten wollten, sahen wir plötzlich eine winzige Flosse am Horizont! Ich konnte es nicht glauben. Es war das erste Mal, dass ich einen Delfin gesehen hatte! 

Nur mit Flossen, Maske und Schnorchel ausgerüstet, sprangen wir ins Wasser, um sie zu beobachten. Eine ganze Gruppe von 10 bis 12 wunderschönen Delfinen kam neugierig auf uns zu! 

Vorsichtig beobachteten wir sie, denn es gilt: Berühre niemals Meerestiere!

Sie sahen unwirklich aus. Ein neugieriges Tier schwamm bäuchlings ein paar Meter unter mir. Sie wirbelten überall um uns herum und schienen wirklich zu spielen! Ich konnte ihre Geräusche hören, wie Unterwassergesang. Plötzlich kam einer direkt auf mich zu und begann, Kreise um mich zu ziehen, wobei er mich aufmerksam und interessiert ansah. In diesem Moment sahen wir uns an, und es gibt keine Worte für die Verbindung, die ich empfand. Ich bewegte mich keinen Zentimeter und filmte einfach nur, während ich diese privilegierte Begegnung genoss.“

Von @indianajayne_

Hier findest du die zehn besten Orte, um mit Delfinen zu schwimmen und zu tauchen. 


James: Mantarochen

„Ich liebe das Tauchen wegen des Gefühls, unter Wasser zu sein. Was mich jedoch wirklich immer wieder zurück ins Wasser bringt, sind die Begegnungen mit den Meerestieren. Und meiner Meinung nach gilt: je größer, desto besser. Definitiv! Rochen werden nicht größer als Mantarochen. Deshalb waren einige Begegnungen mit ihnen während einer Tauchsafari auf den Malediven ein absoluter Höhepunkt der Reise. Das Schnorcheln neben Mantarochen, die an einer Riffkante fressen, hat Spaß gemacht. Es war jedoch sehr anstrengend, durch die Brandung zu schwimmen. Man musste sehr vorsichtig sein, um die Rochen nicht aus Versehen zu belästigen, indem man einen respektvollen Abstand einhielt und ihre Bewegungen voraussah. 

Stell dir einen Tauchgang vor, bei dem du einfach nur belohnt wirst, ohne dich anzustrengen.

Nach einem sehr leckeren Essen sahen wir zu sechst zu, wie die Sonne unter den Horizont sank. Danach machten wir uns fertig und glitten in die warmen Fluten des Indischen Ozeans. Wir tauchten 15 Meter an einem Seil hinab, prüften, dass wir nichts stören würden, und knieten uns in den weichen Sand. Dann machten wir die Lampen an und warteten. Der Plan war einfach: Licht zieht Plankton an und Plankton zieht Mantarochen an. Einer nach dem anderen kam, um das Licht zu erforschen und eine leichte Mahlzeit zu ergattern. Sie führten ein anmutiges Unterwasserballett auf, um die winzigen Organismen aufzusaugen, die von unseren Tauchlampen angelockt wurden. Inmitten all der Rückwärtsrollen und engen Drehungen schwammen die Rochen Kreise um oder über die Taucher, die sie beobachteten. Die gesamte Begegnung fand zu den Bedingungen der Mantarochen statt, und wir hatten das Privileg, ihnen beim Fressen zuzusehen. Dabei mussten wir uns gelegentlich zur Seite lehnen, um nicht von einem Flügel oder Schwanz im Gesicht getroffen zu werden. Als die Luft aufgebraucht war, stiegen wir einfach zu unserem Sicherheitsstopp auf. Oben angekommen war der Neid der Gäste groß, die sich gegen einen weiteren Tauchgang entschieden hatten.

So viele meiner großartigsten Begegnungen mit dem Meer und die meiner Freunde sind auf pures Glück zurückzuführen. Ich wollte einen Moment mit euch teilen, den jeder Taucher mit einiger Wahrscheinlichkeit erleben kann. Jeder ausgebildete Taucher hätte diesen Tauchgang machen und die Magie erleben können. Und jeder Taucher, der diesen Tauchgang versucht, hat eine gute Chance, unsere Ergebnisse zu wiederholen oder zu verbessern. Ich bin immer wieder von Tauchern überrascht, die noch nie nachts getaucht sind. Die Welt, die es bei Nacht zu entdecken gibt, ist eine ganz andere als bei Sonnenschein. Und es muss nicht anspruchsvoll sein, um sich zu lohnen.“

Von @wilderness_jim

Schau dir hier die besten Orte zum Tauchen mit Mantarochen an.


Sarah: Teufelsrochen

mobula ray fever baja peninsula

„Als ich mein Gesicht in das kristallklare Wasser vor der Küste von Baja California Sur tauchte, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Eine riesige Schule Teufelsrochen zog anmutig seine Kreise um mich. Ihre stromlinienförmigen Körper waren ein beeindruckender Anblick. Die Rochen bewegten sich in perfekter Harmonie, wie ein Fischschwarm, nur in größerem Maßstab.

Ihre sanften, fast hypnotisierenden Bewegungen zogen mich in ihren Bann, und ich spürte, wie sich mein Herzschlag verlangsamte, als ich tiefer ins Wasser eintauchte. Ich war erstaunt, wie viele Rochen es waren. Und als ich (leise) nach unten tauchte, um sie näher zu betrachten, schienen sie mich in ihrer Schule willkommen zu heißen.

Zurück an der Oberfläche fühlte ich mich mit jedem Atemzug mehr mit dieser beeindruckenden Meereswelt verbunden. Ich beobachtete staunend, wie die Rochen Purzelbäume schlugen, tanzten und durch das Wasser glitten, wobei sich ihre Flügelspitzen in einem synchronen und rhythmischen Muster bewegten. Es war, als würden sie nur für mich eine Show veranstalten.

Je länger ich bei ihnen blieb, desto mehr verspürte ich ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit. Unter diesen sanften Rochen zu sein, war eine demütigende Erfahrung, und ich wusste, dass ich diesen Moment nie vergessen würde. Als ich aus dem Wasser auftauchte, wurde mir klar, dass diese Kreaturen nicht nur wunderschön, sondern auch ein Beweis dafür sind, wie wichtig der Schutz der Meere ist. Es hat uns daran erinnert, dass wir diese Tiere und ihren Lebensraum schützen müssen, damit sie weiterhin in unseren Meeren gedeihen können.“

Von @everymileblog


Hast du selbst unglaubliche Begegnungen mit Meerestieren erlebt, die du mit uns teilen möchtest? Wir würden uns freuen, davon zu erfahren!

Du kannst auch Freunden und Verwandten, die nicht tauchen, alles über die #LiveUnfiltered-Mentalität und die Vorteile des Lernens dieses fantastischen Sports erklären. Und wenn sie bereit sind, abzutauchen, melde sie zum PADI Open Water Diver-Brevet an.


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